Vorurteile Blogger/Booktuber und mehr. Was machen wir wirklich?

Hallöchen meine Lieben :)

Wie ihr schon an der Überschrift erkennen könnt geht es mit heute mal um ein, für uns Blogger und Booktuber, ernsteres Thema. Durch die liebe Ninni SchockiBooks habe ich eine Aktion entdeckt, bei der Booktuber aufklären, worum es ihnen wirklich geht, dass sie eben nicht auf Geld, sondern besonders den Austausch mit euch aus sind und es wieder neue Vorurteile gibt, die gerade auch auf das anspielen, was von uns gelesen wird.
Bevor ich meinen eigenen Senf dazugebe, hier das Video, das mich selbst zu meinem Post inspiriert hat und ich euch einfach ans Herz legen möchte:


So, jetzt möchte ich selbst mal was dazu sagen. Nicht nur für die Booktuber, sondern auch für die Blogger. Wie die liebe Ninni schon anspricht fragen sich viele:

Wer entscheidet was gute Literatur ist und was nicht?

Ich bin mir sicher, dass niemand von uns sagen wird, oder gesagt hat: Das Buch ist Literatur, das aber nicht. Oder, dass jemand behauptet, dass das Genre Jugendbuch nicht so viel gute Literatur beinhaltet, wie vielleicht die Klassiker. Mit Klassikern ist sicher allen klar, dass ich von Shakespeare und anderen rede, die natürlich alle schon älter sind und deshalb keineswegs übertroffen werden können. Oder? Eigentlich geht es mir nur darum, das Gleiche zu sagen, wie Ninni: Es gibt keine schlechte Literatur. Und ich möchte hiermit einfach mal sagen: Weder Booktuber, noch Blogger oder Leser sagen: Das ist schlechte Literatur. Das Einzige, was wir sagen ist entweder: Dieses Buch gefällt mir. Es konnte mich emotional berühren und in eine andere Welt mitnehmen. Ich habe es nachempfunden und gemocht. Es gibt aber auch die andere Methode, bei dann sagen: Dieses Buch hat mir nicht so gut/gar nicht gefallen. Ich konnte mich nicht einfinden, habe vielleicht keinen Bezug zur Sprache, den Protagonisten o.ä.

Was ich damit sagen will: Wir beurteilen kein Genre. Wir beurteilen auch nicht, was Literatur ist und was nicht. Wir verdeutlichen nur unsere eigene Meinung und möchten mit euch diskutieren, ob ihr das genauso, oder vielleicht völlig anders gesehen habt. Natürlich hat jeder Mensch eine andere Meinung. Aber es ist doch schön auch Leute zu finden, die vielleicht vollkommen auf einer Wellenlänge mit dir sind und es genauso sehen, oder? Alles was wir wollen ist der Kontakt zu euch und der Austausch mit euch, den wir genießen. Wir lassen jedem seine Meinung und lassen euch nur unsere eigene sehen.

Ich persönlich frage mich, warum man so gern auf denen rumhackt, die einfach nur ihre Meinung mit anderen teilen, und ihre Leidenschaft ausüben möchten. Viele Booktuber haben sich zusammengesetzt und eben die Aktion #WirSindBooktube gestartet. Jetzt möchte ich euch Blogger aufrufen und fragen: Seht ihr es nicht auch so, dass es einfach nur unsere Leidenschaft ist? Dass wir bloß unsere eigene Meinung mitteilen, aber nie, und damit meine ich wirklich NIE sagen würden: Das ist besser als, beispielsweise, Romeo und Julia oder es ist schlechter. Wir beurteilen eigentlich jedes Buch für sich und ich finde auch, dass jedes Genre für sich steht, oder etwa nicht? Ich frage hier nicht nur Blogger, Booktuber, Journalisten oder sonst wen. Ich frage vor allem auch alle anderen Leser, die bloß aus Spaß lesen, so wie wir.

Was ich auch nicht gut finde ist, immer wieder Bezug zu den Klassikern zu nehmen. Ich meine gut, es sind sicher viele schöne Bücher, aber auch die findet sicher nicht jeder toll, oder? Der eine ist begeistert, findet Bezug dazu, vielleicht sogar eher als zu den heutigen Büchern. Der andere kann sich vielleicht gar nicht dort einfinden und liest sogar nur die heutigen Bücher.
Ich selbst muss zugeben: Ich habe bisher nur in der Schule was von den Klassikern mitbekommen und finde das eigentlich nicht weiter schlimm, ihr etwa? Was ich sagen will ist: Niemand zwingt euch. Jeder sollte das lesen, woran er Spaß hat und sich nicht von den Meinungen anderer zu etwas zwingen lassen. Deshalb genießt, was ihr liebt. Jede Literatur ist gleich gut!
Ninni sagt, dass in der süddeutschen Zeitung und bei dem Post 'Sara! Mir graut's vor dir.' etwas ein biiischen falsch hingestellt wurde und man vielleicht ein falsches Bild von uns bekommen könnte. Dass es wirken könnte, als würden wir nur auf Freiexemplare, Geld oder sonstwas aus sein und sie hat 2 Artikel, bzw. Posts verlinkt, die ich nun auch gerne mit euch teilen würde. Mich würde eure Meinung zu dem Thema auch sehr interessieren.

Süddeutsche: http://www.sueddeutsche.de/kultur/buchkritikerin-auf-youtube-sehrsehrsehr-lustig-lest-es-1.2558228
Sara! Mir graut's vor dir: https://thomasbrasch.wordpress.com/2015/07/11/sara-mir-grauts-vor-dir/

Ich muss dazu sagen, dass gerade der zweite Artikel sehr direkt ist und finde, dass man nicht nur eine Person, sondern direkt die ganze Community anspricht und so hinstellt, wenn man versucht seine Meinung zu verkünden. Es wird hingestellt, als hätten wir nicht wirklich etwas zu einem Buch zu sagen und so wird unsere Meinung eigentlich als nutzlos hingestellt. Dabei ist sie ja einfach nur unsere Meinung. Egal wie sie begründet wird. Zudem ist es falsch zu urteilen. Genau das wird dort nämlich gemacht. In diesem Artikel urteilt man über Literatur. Was gute Literatur ist und was nicht hat niemand zu entscheiden. Egal wie jung oder alt man ist, es ist alles gleichermaßen gut und man kann niemanden dazu zwingen etwas zu lesen. Diese Entscheidung kann ja wohl jeder selbst fällen und bilden tut das Lesen jederzeit, egal bei welchem Buch.

Wieder muss ich sagen: Jedes Genre und jedes Buch steht für sich. Klassiker sind anders geschrieben, als die Bücher heute, ja. Aber trotzdem sind sie Bücher. Und auch die heutigen Bücher beinhalten ihre eigene Message und sind auf ihre eigene Art schön, vielleicht auch lustig oder ernst. Letztendlich sind die Bücher ja da, um gelesen zu werden, um Spaß beim Lesen zu haben und es einfach zu genießen. 
Dystopien sind gesellschaftskritisch, Liebesromane schnulzig oder schön, Jugendbücher mal ernst, mal lustig, mal ein Mittelweg und so weiter. Und jedes Buch des Genres steht für sich. Ich denke, dass mir da jeder zustimmt. 

Jetzt möchte ich unbedingt auch noch etwas zu Geld und Freiexemplaren sagen! Ich weiß nämlich, dass dieses Thema sehr umstritten ist :) Ich bin ehrlich: die meisten von uns bekommen kein Geld, für das was sie machen. 1. Bräuchte man viele Leser bzw Zuschauer um überhaupt Geld zu bekommen und 2. Ist den meisten das egal. Womit ich euch beruhigen kann: weder ich, noch irgendwer von denen, die ich kenne, nehmen Geld dafür. Wir machen das ja, weil es unser Hobby ist, weil wir Leute finden wollen, die mit uns reden wollen, diskutieren und teilen möchten. 

Bei den Freiexemplaren verstehe ich, dass es mehr Diskussionen gibt. Es ist aber dennoch falsch zu sagen, dass wir das nur deswegen machen. Seht ihr es denn nicht auch so, dass es toll ist von einem Verlag unterstützt zu werden, wenn man viel liest und viel mit euch teilen will? Wir posten ja recht oft Rezensionen, und wenn man überlegt wie man die ganzen Bücher bezahlen soll, ist das schon berechtigt, oder? Es ist also so, dass wir nicht nur euch dadurch etwas bieten, sondern auch der Verlag Gewinn daraus zieht. Er bekommt sozusagen Werbung, egal wie unsere Meinung ausfällt, denn eure Meinung kann ja eine ganz andere sein. Und wir bekommen dafür ein Freiexemplar, das wir euch vorstellen können. Aber auch das ist nicht immer leicht und oft ein längerer Weg bis zu uns. Deshalb denkt bitte nicht wir würden das deswegen machen. Wir machen das, weil wir lesen wollen.

Das sind einfach die Gründe dafür, dass ich sagen kann: Sowohl Bücher als auch Blogger stehen für sich. Was jemand aussagt ist seine eigene Meinung, seine eigene Kritik, aber das ist okay. Niemand muss darauf hören oder es genauso sehen. Ich möchte, dass ihr alle wisst, dass niemand sagen kann, was richtig und was falsch ist und das auch niemand von uns tut. Alles was wir tun ist, unsere Meinung preiszugeben.

Wen es jetzt noch interessiert: Ich bin zum Bloggen gekommen, indem ich andere Blogger beobachtet habe und es toll fand, wie sie ihre Meinung vermitteln. Irgendwie fand ich es schön mir auszudenken, wie es wäre, andere Leute mit etwas, was ich selbst schreibe zu erreichen. Und dann habe ich einfach angefangen. Weil ich es schön fand etwas mit anderen zu teilen, was ich selbst schreibe. Dass es dann immer mehr gab, die meine Meinung interessiert, war umso schöner! Ist es noch :) Mir war zu dem Zeitpunkt übrigens nicht klar, wie weit ich kommen würde und dass es sowas wie Rezensionsexemplare überhaupt gibt.

Danke fürs Lesen, ihr Lieben :) Ich weiß es ist lang, aber ich musste jetzt Dampf ablassen und ihr könnt das gern auch, ich höre zu! Lasst mir doch auch einen Kommentar mit eurer Meinung zum Thema da!

Kommentare:

  1. Interessanter Post, Nadine! Super <3 Ich finde es wirklich nicht gut, wie einige das Booktuben/Bloggen als Freizeitaktivität heruntermachen. Wir wollen doch einfach nur Spaß und Lesen ist, egal in welcher Form man es ausübt, alles andere als schlecht.

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    1. Danke dir, Lena :) Ich musste da einfach was zu sagen, vor allem, weil man sowas ja auch öfter hört, auch wenn nicht in dem Ausmaß ;)

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  2. Interessanter Beitrag. Ich sehe es in vielen Punkten ähnlich.
    Ich finds ja immer witzig, wie sich manche brüstieren, von wegen und sowieso. Dabei kann doch der ähnliche Effekt auf eintreten, wenn ich kein Buchblogger bin - ich lese ein bisschen, empfinde es als 'nicht gut' und erzähle meinen Freunden davon; ist ja logisch, dass dann vielleicht einige meiner Freunde sagen, dass sie das eher nicht lesen.
    Der einzigste Punkt ist, dass man als Buchblogger viel mehr Menschen erreicht. Und?
    Man sollte meinen, die Leute da draußen sind alles eigenständig denkende Menschen mit einer durchschnittlichen Intelligenz, da kann man ja erwarten, dass nicht alles für bare Münze genommen wird.


    Liebe Grüße,
    Linda

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    1. Vielleicht sollte ich noch erwähnen, dass mir die Art, wie Miss Sara Bow die Bücher rezensiert nicht unbedingt gefällt. Schade ist, dass sie mit dieser Art der Rezension Geld verdient, denn sie bringt nicht mal einen vernüfntigen Satz zusammen (außer dass es sehrsehrsehrsehr lustig ist).
      Dennoch find ich es arm, dass man alles Booktuber über einen Kamm schert und nur die hervorhebt, die einen professionelle Analyse des Gelesenen vorgeben.

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  3. Huhu :)

    Toller Post - du sprichst mir aus der Seele. Das Thema habe ich in letzter Zeit öfters gesehen und es beschäftigt mich derzeit auch ziemlich. Ich denke, am Freitag wird es dazu einen Beitrag von mir geben - mal sehen, ob ich alles in Worte fassen kann, was mir dazu durch den Kopf geht.

    Ich finde auch, dass jeder lesen soll, was er gerne mag - genau das macht es doch aus! Die Vielfalt, die sich uns Leseratten bietet, ist enorm und die Geschmäcker sind verschieden. Den einen gefällt ein Buch, den anderen nicht... Der eine liest gerne Liebesromane, der andere nicht... Da ist es doch absolut egal, ob das Buch jetzt ein Klassiker ist oder nicht. Die heutige Literatur kann genauso gut sei, wie ein Klassiker.
    Die Buchwelt ist so verschieden, wie unsere Meinungen. Und wir geben unsere persönliche Meinung zu einem Buch weiter - muss man da unbedingt Literaturkritiker sein? Wir möchten unser Hobby und unsere Freude mit unseren Lesern und anderen Bloggern und Buchbegeisterten teilen!

    Als ich zu Blogen angefangen habe, wusste ich auch nicht, dass es so etwas wie Rezensionsexemplare gibt. Ich finde die Möglichkeit toll, dass diese Möglichkeit besteht und wir so die Möglichkeit haben, noch mehr zu teilen, noch mehr Lesefreude zu verbreiten. Und damit Geld verdienen? Ich denke, mir persönlich würde der Spass vergehen... Ich möchte Freude am Lesen haben und diese Freude auch genau so weiter geben.

    Liebe Grüsse
    Sabrina

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    1. Hallöchen :)
      Dankeschön, freut mich, dass du es auch so siehst!

      Ganz genau so sehe ich das auch! Jeder hat einen eigenen Geschmack und sollte lesen was er will und nicht was ihm vorgeschrieben wird. Zumal Lesen immer bildet und nicht das Gegenteil bezweckt.

      Ganz genau ;) Ich würde damit auch kein Geld verdienen, selbst wenn ich könnte. Es ist und bleibt mein Hobby und nicht mein Beruf. Ich finde Rezensionsexemplare sind schon unglaublich großzügig.

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