[Rezension] Gefährten des Mondes (Fiona Schwarz)




Titel: Gefährten des Mondes
Autor: Fiona Schwarz
Seiten: 190
Format: eBook
Selfpublishing
Erscheinungsdatum: 20.05.2016
Preis: 2,99€ (D) Hier kaufen





Nachdem sie Zeugin eines unglaublichen Ereignisses wurde, befindet sich Velina in einem herrschaftlichen Gebäude im sonnenverwöhnten Kroatien, umgeben von einer trügerisch idyllischen Landschaft. Außerdem versucht der überaus attraktive Roman ihr Herz zu gewinnen. Seine graublauen Augen, die an Mondstein erinnern, ziehen sie beinahe magisch in ihren Bann. Da bislang die elterlichen elitären Zwänge ihre Zukunft bestimmten, könnte die neue Situation eigentlich die Erfüllung all ihrer Träume sein – hätte Roman sie nicht hierher entführt. In einem Kampf auf Leben und Tod hatte er sie zuvor vor dem schlimmsten Albtraum einer Frau beschützt. Was die Welt niemals erfahren darf: Er beherbergt ein düsteres Geheimnis. So blieb Roman, dessen Wolf in ihr seine Gefährtin sieht, keine andere Wahl, als sie mit sich zu nehmen und niemals wieder gehen zu lassen. Wird Roman ihre Liebe gewinnen können oder ist Velinas Angst vor dem Tier in ihm stärker?




Bevor ich euch von meiner Meinung und dem Buch berichte, möchte ich mich noch einmal ganz herzlich bei Fiona für das Rezensionsexemplar bedanken :)

In diesem Buch bekommt man die Geschichte aus zwei unterschiedlichen Sichten erzählt: Velinas und Romans. Ich finde es eigentlich nicht immer schön aus zwei Sichten zu lesen, hier hat mir das aber sehr gut gefallen. Auf der einen Seite hat man Roman, der als Gestaltenwandler schon Erfahrung hat und das mittlerweile als Normalität betrachtet. Und auf der anderen Seite ist Velina, für die all das ganz neu ist, die alles mit anderen Augen sieht und auch die Umgebung viel intensiver wahrnimmt.

Dieser Unterschied war wirklich schön und interessant und man hatte während des Lesens immer Abwechslung. Gerade zu Beginn sind die beiden noch weit voneinander entfernt und ich fand Velina  erst nicht ganz klug, wobei ich ihre Lage trotzdem verstanden habe und nachvollziehen konnte, dass sie das nicht hinnehmen wollte. Mit der Zeit lernt sie alles kennen und sie wird immer sympathischer.

An sich fand ich die beiden Protagonisten beide super interessant und liebenswürdig. Beide haben ihre Macken und Geschichten aus der Vergangenheit und beide machen immer mal wieder Fehler. Das macht sie so menschlich und gleichzeitig lebt Roman beispielsweise nach anderen Regeln, als normale Menschen.

Diese Regeln entstehen in erster Linie durch die Gemeinschaft der Gestaltenwandler, in der David der Clanchef ist. Neben ihm lernt man noch viele andere Charaktere kennen, so zum Beispiel Lucy und Marlene, die ich beide unglaublich sympathisch und liebevoll fand. Hinzu kommen Alex, Julian und Victor. Sie alle teilen eine Geschichte und das lässt einen wirklich sehen, dass sie zusammengehören.

Die Geschichte der Charaktere und natürlich die Geschichte von Velina und Roman ist wahnsinnig schön und spannend. Natürlich stehen unsere Protagonisten im Vordergrund, ich fand aber besonders die Regeln der Gestaltenwandler interessant und auch die Orte, die Roman und Velina aufsuchen habe ich lieb gewonnen.

Dass Roman sich irgendwann dafür entscheidet, Velina zu belügen um einen eigenen Vorteil zu erlangen fand ich erst schräg und etwas dämlich, aber mit der Zeit ergeben die Handlungen der Charaktere Sinn und betrachtet man es realistisch, hätten wohl viele so gehandelt. Es ergibt einfach eine runde Geschichte, ohne die es dieses Buch ja auch gar nicht geben würde.



Mich konnte die Geschichte von Roman und Velina absolut überzeugen! Es war wirklich interessant die Werwölfe, bzw. Gestaltenwandler mal aus anderer Sicht zu erleben und dem Ganzen näher zu kommen. Während des Lesens baut man eine Beziehung zu den Charakteren auf und alle wachsen einem irgendwie ans Herz. Auch die Vergangenheitsgeschichten sind gut durchdacht und machen neugierig, selbst wenn man in etwa erahnen kann, was es damit auf sich haben könnte. Velina erschien mir anfangs etwas stur und naiv, was sich aber mit der Zeit geändert hat und in gewisser Weise muss man ihre Situation natürlich verstehen. Auch Roman hatte so seine Fehler und hat des öfteren den eigenartigen Weg eingeschlagen. Die Liebesbeziehung der beiden ging mir dann aus einem bestimmten Grund, den ihr während des Lesens erfahrt, etwas zu schnell, doch auch das passte einfach zur Geschichte und letztendlich wurde dann erst wieder der sachtere Weg gewählt, was die Beziehung wirklich nochmal richtig schön und romantisch gemacht hat. Hier kommt nichts zu kurz, man erfährt Geschichte, Landschaft, Liebe und Wandlung und ich habe das Lesen sehr genossen :) Von mir gibt es 4,5 Leseschmetterlinge!





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