[Rezension] Worte für die Ewigkeit (Lucy Inglis)




Titel: Worte für die Ewigkeit
Autor: Lucy Inglis
Seiten: 400
Format: eBook
Verlag: Chickenhouse
Erscheinungsdatum: 28.07.2016
Preis: 9,99€ (D) Hier kaufen
 
Ab 14 Jahren





Sommer in Montana, darauf hat Hope so gar keine Lust. Aber gegen ihre resolute Mutter kann sich die 16-Jährige einfach nicht durchsetzen. Und hier, mitten im Nirgendwo, auf einer einsamen Pferderanch begegnet sie Cal, der ihr Leben für immer verändern wird.
Montana 1867, die 16-jährige Emily ist auf dem Weg zu ihrem Ehemann, den sie nie zuvor gesehen hat. Doch die Kutsche, in der sie unterwegs ist, verunglückt und als einzige Überlebende wird sie von Nate gerettet - einem Halbindianer, der ihr zeigt, was Leben und Freiheit bedeutet.
Ein Ort in der Wildnis, unterschiedliche Jahrhunderte und zwei große Liebesgeschichten, die auf schicksalhafte Weise miteinander verbunden sind.



Auf dieses Buch bin ich durch Zufall gestoßen. Das erste Mal hat es mich vor allem vom Cover her angesprochen und mit dem Klappentext versprach das Ganze dann eine wirklich spannende und andere Geschichte. So ist es dann auch gekommen.

Die Charaktere in diesem Buch sind wirklich einzigartig. Ob nun die Männer oder die Frauen, alle hatten irgendetwas besonderes, wobei die Hauptcharaktere nochmal ausdrucksstärker waren. Besonders aufgefallen ist mir das an dem Indianer Nate und dem Ranchjungen Caleb, die beide sehr außergewöhnliche Persönlichkeiten besitzen. Gerade an Nate musste ich mich gewöhnen.

Was sofort auffällt ist, dass man hier zwischen zwei völlig unterschiedlichen Erzählperspektiven wechselt. Beginnen tut man mit Hope, die mit ihrer Mutter nach Montana fliegt und Zeit auf der Ranch verbringt auf der sie Caleb kennenlernt. Ein Kapitel später lernt man dann Emily kennen, die einige Jahre vorher gelebt und Tagebuch geschrieben hat. Die Geschichten fügen sich mit der Zeit immer weiter zusammen und letztendlich beeinflusst die eine Geschichte die andere sogar enorm. Es war unglaublich interessant und sehr emotional!

Da Emily in einer anderen Zeit lebt und sie sozusagen an Nate schreibt, während man sie kennenlernt, ist man schon zu Beginn gespannt auf die Ereignisse und die Gründe des Briefes, bzw. Tagebuchs. Im Prinzip liest man in ihren Kapiteln nur "Du machtest gerade...", sodass man das Gefühl hat sie zu sein. Gleichzeitig fällt es nicht immer leicht alle Regeln aus der Zeit hinzunehmen und gerade deswegen muss ich sagen, dass mir Nates Regeln sehr gut gefallen habe und ich die Zeit nun noch etwas besser verstehe und nun natürlich neugierig auf Indianer bin.

Emilys Geschichte beeinflusst Hopes in meinen Augen enorm, was man mit der Zeit auch immer stärker wahrnimmt und was einen ganz besonderen Effekt erzielt hat. Man muss es ehrlich gesagt selbst lesen, um es zu verstehen. Es kommen so viele Eindrücke auf einen zu, dass man manchmal gar nicht weiß wohin mit all den Gefühlen, Gedanken und Ereignissen. Umso spannender wurde es. 

Beide Hauptprotagonistinnen machen eine große Entwicklung durch, die man auch wahrnimmt und die nicht künstlich, sondern sehr natürlich wirkt. Der Grund dafür sind eindeutig zwei wundervolle Männer, auch wenn man sie auf seine ganz eigene Weise lieben lernen muss.

Natürlich gibt es auch Nebencharaktere. Ob nun in Hopes oder in Emilys Zeit, die 'Polizisten' sind immer da. Und sie stammen aus derselben Familie. Hier geht es nämlich auch um einen riesen Familienkrieg zwischen den Harts und den Indianern, bzw. Ranchern. Die Gründe dafür erfährt man ebenfalls mit der Zeit und so gibt es nicht nur eine Liebesgeschichte, sondern auch Geschichte selbst, sowie eine Art Schicksals- und Familiengeschichte.

Neben den Harts lernt man aber auch Hopes Mutter und Cals Eltern gut kennen. Dazu möchte ich jetzt gar nicht allzu viel verraten, denn auch die sollte man selbst kennenlernen. Und zu guter Letzt ist da noch Emilys Familie, sowie Nates Stamm, den man nach und nach kennenlernt und wo ich gerade seine Schwestern sehr lieb gewonnen habe.

Das Ende der einen Geschichte hat mich extrem emotional und auch traurig zurückgelassen. Ich wusste nicht was ich sagen soll und war total geschockt. Es hat allerdings auch viel Sinn ergeben und letztendlich habe ich es so hingenommen. Die andere Geschichte hat dafür ein Happy End, das mich wirklich glücklich gestimmt hat und so gab es wirklich einiges an Action, die richtiges Herzzerbrechen mit sich gebracht hat.




Das Buch hat wirklich das gewisse Etwas. Es ist einfach nicht wie andere Bücher und ich finde die Geschichte ist eine absolut runde Sache. Es ist spannend, wie die Geschichten von Hope und Emily mit der Zeit immer weiter ineinanderfließen und wie es dann am Ende den totalen Zusammenbruch gibt, der gleichzeitig so viel beinhaltet. Es gab tausende von Gefühlen und die Ereignisse waren so aufregend. Gerade durch Emily hat man viel über die Zeit an sich erfahren und Nate hat das Ganze durch seine Art zu leben aufgelockert. Die Sprüche zu Beginn der Kapitel mit Emily haben dann immer wieder auf die Zeit selbst vorbereitet und klar gemacht, dass man nicht im Wunderland ist. Und obwohl Nate es aufgelockert hat war er doch sehr eigen und hat es einem nicht immer leicht gemacht. Hope und Cal erleichtern einem das Ganze, indem es in die Gegenwart übertragen wird und es auch hier eine eigene, wirklich schöne Geschichte mit ebenso vielen Hindernissen gibt, die aber stark von der anderen Geschichte beeinflusst wird. Zusammen ergeben sie etwas, das man gar nicht mehr getrennt betrachten kann und das einfach besonders ist. Leider kann ich euch nichts verraten, sonst würdet ihr es nie so erleben wie ich es getan habe. Ich finde aber trotzdem, dass man sich erstmal auf die Charaktere einstellen muss und es nicht immer leicht war, alles nachzuvollziehen. Deshalb gibt es von mir 4,5 Leseschmetterlinge!
An dieser Stelle danke ich dem Chickenhouse Verlag, sowie Netgalley für das *Rezensionsexemplar










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