[Rezension] Mondprinzessin (Ava Reed)




Titel: Mondprinzessin
Autor: Ava Reed
Seiten: 252
Format: Softcover
Verlag: Drachenmond
Erscheinungsdatum: 01.10.2016
Preis: 12,00€ (D) Hier kaufen





Lynn bemerkt an ihrem Geburtstag, wie sich auf der Haut ihres Unterarms ein Sternenbild abzeichnet. Die einzelnen Punkte leuchten und Lynn versucht verzweifelt, sie zu verstecken. Als nicht nur die Sterne auf ihrem Arm, sondern auch sie selbst zu leuchten beginnt, ist nichts mehr, wie es war. Dunkle Schatten jagen sie – die Wächter des Mondes. Und sie begegnet Juri, der ihr erzählt, sie sei eine Prinzessin – kein Waisenkind. Trotz Lynns Unglauben folgt sie dem Mondkrieger und stellt sich ihren Verfolgern. Juri verliebt sich in Lynn, doch sie ist einem Prinzen bestimmt und nicht ihm.



Als ich mein zweites Buch von Ava Reed zu Weihnachten bekommen habe war ich wirklich gespannt, wie es mir gefallen würde. Es gab die unterschiedlichsten Meinungen zu dem Buch und nun kann ich mir endlich meine eigene bilden :)

Lynn ist in meinen Augen eine wirklich sympathische und mutige Protagonistin, die versucht sich allem zu stellen und trotz allem Angst hat. Sie hat sich in meinen Augen absolut menschlich verhalten und eben auch menschliche Gefühle durchgemacht, obwohl sie scheinbar nicht menschlich ist und sich alles für sie verändert. Für mich haben ihre Reaktionen und ihr Mut sie nahezu perfekt gemacht.

Auch die Nebencharaktere empfand ich als interessant und obwohl ich gerade über den König und die Königin gern mehr erfahren hätte und zu ihnen auch eine noch engere Bindung hätte herrschen können, muss ich sagen, dass ich gerade die Momente in denen der Fokus auf ihnen lag, sehr mochte.

Neben den beiden lernt man aber noch weitere Charaktere kennen, die man kennen und lieben oder auch hassen lernt. So habe ich einen Teil der Prinzen, die vorkommen überhaupt nicht leiden können. Für mich gab es bloß einen Prinzen, der wirklich dauerhaft sympathisch war und die Situation hat mich teilweise wirklich an Selection erinnert, wobei es dennoch ganz anders war und einfach Spaß gemacht hat! 

Neben ihnen lernt man auch die Königsfamilien und vereinzelt einige Mondkrieger kennen, wobei es natürlich auch jemanden gibt, der für die damalige Entführung verantwortlich ist. Bloß wer? - Die Auflösung hat mich wirklich überrascht und war dann sogar nochmal richtig spannend!

Tia und Iza habe ich als unglaublich witzig und freundlich empfunden. Doch auch Juri konnte mein Herz erobern und man verliebt sich einfach in die Charaktere und die Idee der Autorin. Gerade die Idee ist es auch, die mich einfach nicht loslässt. 

Das Buch ist wirklich nicht dick und man hätte hier so viel rausholen können. Man merkt, dass die Autorin eine großartige Weltenkonstellation erschaffen hat und da macht es mich wirklich fertig, dass es ein Einzelband mit so wenig Seiten ist. Ich hätte hier wirklich gern mehr gelesen, noch mehr Details und mehr Zeit mit den Charakteren gehabt. Es ging mir diesmal echt zu schnell und ich wünschte, dass diese großartigen Ideen - insbesondere in Bezug auf die Planeten und die Gaben - umfangreicher umgesetzt worden wären. 




Hier hätte man tatsächlich eine gigantische Reihe zaubern können und trotzdem war ich erst froh, dass es ja ein Einzelband ist. Das Ende hat mich jetzt völlig zerstört und mit tausenden von Tränen zurückgelassen und ich bin mir auch sicher, dass sich nicht jeder damit anfreunden kann. Ich selbst finde es einerseits passend, andererseits aber auch unpassend und ich bin wirklich traurig, dass es schon vorbei ist, denn diesmal konnte die Autorin mich wirklich mit ihrer Story fesseln! Die Charaktere sind gut ausgearbeitet, auch wenn sie vereinzelt noch etwas mehr Tiefe hätten bekommen können. Doch auch die Idee der Planeten und der unterschiedlichen Gaben, der Begleiter, sowie die Beziehung zwischen Erde und Mond allgemein ist einfach großartig und genau deshalb finde ich es so schade, dass dieses Buch nicht noch mehr Umfang hat! Hier hätte ich gern noch viel mehr Lesezeit investiert, weshalb ich hoffe, dass die Autorin Geschichten wie diese in Zukunft noch detaillierter macht. Die Liebesgeschichte ist nicht zu sehr in den Mittelpunkt gerückt, obwohl sie mit der Zeit an Wichtigkeit gewinnt und mich auch überzeugen konnte. Insgesamt gibt es deshalb 4,5 Federn von mir!


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