[Gedankengänge] Macht zu viel Lob ein Buch schlechter?

Hallöchen ihr Lieben :)

Heute möchte ich endlich mal wieder einen Gedankengänge-Post machen, in dem ich mich mit euch über positive Rezensionen unterhalten werde.

Jeder von uns kennt es und natürlich ist es gut: positives Feedback zu einem Buch. 

Ich selbst schreibe gerne positive Rezensionen und lobe ein Buch auch gern in den Himmel, wenn es mir dementsprechend gefallen hat. Das seht ihr bei mir an meinen Lieblingsbüchern und manchmal sieht man es auch daran, dass es von so gut wie jedem gelobt zu werden scheint. Trotzdem merke ich, dass es die Erwartungen immer mehr erhöht und man dann ganz anders an das Buch ran geht, als wenn man diese positiven Meinungen nicht gesehen hätte.

Jetzt frage ich mich: Ist es wirklich so, dass man bei zu viel Lob ein Buch automatisch schlechter bewerten muss, weil man gar nicht die Chance hat sich dieselbe Meinung zu bilden? Bewerte ich ein Buch besser, wenn ich vorher völlig unvoreingenommen an das Buch rangehe?

Die Frage muss wohl jeder für sich beantworten, aber ich merke immer wieder, dass ich nicht die Einzige bin, die sich fragt, ob es so ist und ob man den Rezensionen aus dem Weg gehen kann.

Ich selbst lese die Rezensionen anderer viel zu gern und kriege allein über Lesemonate oder auch Videos viel zu viel mit, als dass ich mich davor drücken könnte. Irgendwie denke ich auch, dass es nicht immer schlecht sein muss. Es ist ganz normal, dass man etwas von anderen mitnimmt und sich von einigen Leuten mehr beeinflussen lässt als von anderen.

So merke ich mir schnell, welcher Blogger oder auch Booktuber meiner Meinung zu einigen Büchern am Nächsten kommt und richte mich dann auch oftmals danach. Wenn derjenige sagt ein Buch ist schlecht, dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, es nicht zu lesen. Würde jemand anderes das sagen, dann besteht die Chance, dass ich es dennoch lese. Ich denke ihr alle wisst was ich meine. Meinungen sind immer unterschiedlich und ich weiß auch, dass mir sicher schon das ein oder andere Mal etwas entgangen ist.

Mittlerweile finde ich es eigentlich nur noch ärgerlich, wenn ich von so gut wie jedem höre: "wow, das Buch ist toll, es ist das beste Buch, das ich je gelesen habe!" und es dann selbst überhaupt nicht mochte. Immer wieder frage ich mich, ob ich es womöglich besser bewertet hätte, wenn ich unvoreingenommen gewesen wäre und meine Erwartungen eben auch nicht so hochgeschraubt hätte.

Mich interessiert jetzt vor allem, wie ihr darüber denkt. Ich weiß, dass einige von euch das womöglich lächerlich finden werden und ich selbst versuche mich jetzt immer wieder vor zu viel Lob um ein Buch zu drücken, oder es einfach nicht so extrem auf mich wirken zu lassen und es womöglich erst dann zu lesen, wenn der 'Hype' um das Buch sozusagen verflogen ist. Das klappt nicht immer, hat sich aber des öfteren als gut herausgestellt. Ob es dann wirklich gewirkt hat kann man natürlich trotzdem nicht mit Sicherheit sagen.

Ich kann abschließend nur noch einmal betonen, dass ich mittlerweile individuell, je nach Buch und danach, inwieweit ich mich schon beeinflusst fühle handele. Jedes Buch das ich lesen will werde ich auch lesen. Und manchmal muss es etwas warten. Manchmal zieht es auch aus, wenn mein Geschmack sich ändert. Aber genug davon. Wie ist es bei euch? :)


1 Kommentar:

  1. Ich versuche immer die Bücher, die gerade im totalen Hype sind und die auch lesen möchte, total zu umgehen. Ich lese dann keine Rezensionen und bekomme dann nur mal mit, dass sie vielleicht Monats-Highlight waren, aber daraus erwarte ich noch nicht viel :)

    Zum Beispiel hat "Das Juwel" mich total positiv überrascht, obwohl ich es überall gesehen habe, habe ich keine Rezensionen gelesen und auch einfach gar keine Erwartungen gehabt, weil der Klappentext mich eher nur so halb angesprochen hat.

    Ich schreibe meine Rezensionen aber auch immer voller Enthusiasmus, wenn ein Buch super gut (oder auch super schlecht) war. Im Nachhinein versuche ich mich häufig in den Kommentaren zu retten, sodass andere nicht zu hohe Erwartungen habe, aber vielleicht sollte ich wirklich das Lob nicht zuuuuuu groß aussprechen :D

    Liebst, Lara.

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