[Rezension] Töchter des Mondes (Jessica Spotswood)




Titel: Töchter des Mondes
Autor: Jessica Spotswood
Seiten: 368
Format: Hardcover
Verlag: INK
Erscheinungsdatum: 09.08.2012
Preis: 17,99€ (D) Hier kaufen

Band 1




Cate und ihre Schwestern Maura und Tess sind Hexen. Niemand darf davon erfahren, denn Hexen drohen Verbannung und Tod. Die Gefahr, aufzufliegen, lastet schwer auf Cate. Vor allem seit Finn aufgetaucht ist, dieser Junge mit den Zimtsommersprossen und dem kupferroten zerzausten Haar. Verzweifelt sucht Cate nach einem Ausweg und stößt im Tagebuch ihrer toten Mutter auf eine rätselhafte Prophezeiung, die besagt, dass drei Schwestern mit magischen Kräften die Hexen zurück an die Macht führen werden. Handelt es sich dabei um Cate, Maura und Tess? Und kann es überhaupt eine gemeinsame Zukunft für Cate und Finn geben?




So lange bin ich um diese Reihe herumgeschlichen und dann habe ich sie mir endlich gekauft! Nach diesem ersten Band kann ich den zweiten kaum erwarten!

Cate ist die Hauptprotagonistin und es dem Leser leicht, ihre Gedanken und Gefühle nachzuvollziehen. Immer wieder ist mir aufgefallen, dass sie nur das Beste für ihre Schwestern will und sich verpflichtet fühlt, weil sie der verstorbenen Mutter ein Versprechen gegeben hat. Neben diesem muss sie aber noch weitere Erwartungen erfüllen, denn die Bruderschaft übt Druck auf die Mädchen aus und so hat Cate immer das Gefühl, kämpfen zu müssen. 

Die Bruderschaft nimmt in diesem Buch allgemein einen sehr großen Teilbereich ein. Sie sind Teil der Kirche und glauben, dass Frauen nicht das Recht haben sollten zu lernen und Hexen einzig und allein Böses anrichten können. Durch sie werden Frauen verhaftet, die oftmals keine Hexen sind und man findet heraus, dass sie eigentlich die Frauen der Prophezeiung suchen.

Ab der Prophezeiung wird es richtig spannend, denn Cate bekommt so noch mehr Druck: durch das Versprechen an ihre Mutter, die Bruderschaft, ihre damit verbundene Entscheidung - ob sie heiraten oder der Schwesternschaft beitreten wird - und die Schwesternschaft selbst. Bald weiß sie nicht mehr, wie sie die Magie ihrer Schwestern und von sich selbst verstecken soll und es kommt immer wieder zu Vorfällen, die auch den Leser ängstlich machen.

Ich selbst habe wirklich mit Cate mitgefiebert. Gerade was die Entscheidung der Heirat anging, denn diese wird - gerade zu Beginn - besonders in den Fokus gerückt. Paul mochte ich erst ganz gern, doch dann wurde er für mich etwas zu aufdringlich und ich mochte auch seine spätere Wortwahl nicht. Bei Finn war das etwas ganz anderes und ich bin sehr gespannt wie es nun mit den beiden weitergehen wird.

Sobald dann immer mehr Magie auftaucht, rücken auch Maura und Tess mehr in den Fokus und die beiden wachsen einem mal mehr mal weniger ans Herz. Ich habe Cates Entscheidungen und Ängste wirklich nachvollziehen können und fand vor allem das Ende des Buches sehr stark. Leider denke ich aber, dass es mit einer der Schwestern noch eine Menge Probleme geben wird.

Allgemein sind die Charaktere also sehr stark und ich habe die Angestellten, Finn, Mrs. Belastra, Maura, Tess, Sachi und Rory lieb gewonnen. Andere Charaktere, wie Elena, die Bruderschaft oder weitere Mitglieder der Schwesternschaft waren mir dauerhaft unsympathisch und ich denke, dass es auch in den Folgebänden zu Problemen kommen wird.




Das Buch war von den Ereignissen gesehen doch ruhiger als erwartet, was der Spannung aber nichts abtut. Ich mochte die eher ruhige Art der Geschichte und hatte auch kein Problem damit, dass der Fokus - gerade zu Beginn - eher auf der bevorstehenden Entscheidung Cates lag. Sie kämpft mit sich selbst und das wurde hier auch sehr gut hervorgebracht. Ob sie nun heiratet und ihre Schwestern somit wahrscheinlich zurücklassen muss, oder der Schwesternschaft beitretet und die Möglichkeit hat, mit ihnen zusammenzubleiben. Immer wieder kommt das Versprechen an die verstorbene Mutter mit ins Spiel und natürlich kommen nach und nach noch mehr Faktoren dazu, die Cate am Ende eine Entscheidung treffen lassen. Man merkt, dass sie selbstlos ist und sich mehr Gedanken um die Personen macht, die sie liebt, als um sich selbst. Auch was die Magie angeht verhält sie sich so und möchte alle schützen, was die Probleme dennoch nicht verhindert. Man erfährt hier eine gute Mischung aus Magie, Vorurteilen, der Frauenrolle in der damaligen Zeit und Entscheidungen. Mir hat all das sehr gut gefallen, weshalb es auch 4,5 Federn gibt :)





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