[Rezension] Fenrir (Asuka Lionera)




Titel: Fenrir
Autor: Asuka Lionera
Seiten: 800
Format: Taschenbuch
Verlag: Drachenmond
Erscheinungsdatum: 17.04.2017
Preis: 19,90€ (D) Hier kaufen



Für die ehrgeizige Archäologie-Absolventin Emma zählt nach der Trennung von ihrem Ex nur eins: die finanzielle Unabhängigkeit. Von der ist sie jedoch durch die schlecht bezahlten Praktikantenjobs meilenweit entfernt.

Während einer Expedition auf einer isländischen Vorinsel wird sie von ihrem Ausgrabungsteam getrennt und trifft auf den mysteriösen Mann Wulf, dessen Erscheinung nicht ganz menschlich ist, und sie sofort fasziniert. Emma wittert ihre Chance, mit Wulf eine sensationelle Entdeckung gemacht zu haben, die ihr die Türen zur Welt der reichen und erfolgreichen Wissenschaftler öffnen wird. Doch auf die Gefühle, die der seltsame Fremde in ihr hervorruft, ist sie nicht vorbereitet.
Als Emma schließlich erkennt, wer Wulf wirklich ist, gerät nicht nur ihre Welt ins Wanken. Ohne es zu ahnen, gerät sie zwischen die Fronten eines uralten Krieges, und schnell lernt sie, dass nicht jeder, der in der Dunkelheit kämpft, gleichzeitig ein Schurke ist.




Ein neues Buch von Asuka Lionera durfte ich natürlich nicht verpassen! Und diesmal hatte ich großes Glück, das Ganze schon vor Erscheinen lesen zu dürfen :) Was soll ich sagen? Es ist wieder ein Buch, das ich nur weiterempfehlen kann.

Zu Beginn der Geschichte hatte ich erst ein paar Schwierigkeiten reinzukommen und mich mit der Protagonistin Emma zu identifizieren. Sobald die Story allerdings an Fahrt aufnimmt, konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen und obwohl ich nicht immer einer Meinung mit Emma war muss ich sagen, dass ich sie dennoch ins Herz geschlossen habe und die nordische Mythologie der Geschichte das gewisse Etwas gegeben hat. Es gibt nun wirklich viele Elemente, die ich an der Geschichte liebe.

Emma ist einfach eine Protagonistin für sich. Ich konnte ihre Entscheidungen nicht immer nachvollziehen und hatte anfangs irgendwie Probleme mit ihr, doch ab einem gewissen Punkt mochte ich ihr eigenwilliges Verhalten und habe sie viel besser verstanden. Letztendlich ist es genau das was sie ausmacht und so weicht sie von den üblichen Protagonistin ab.

Wulf lernt man ebenfalls relativ früh kennen und er war mir ebenfalls nicht direkt sympathisch, trotzdem muss ich sagen, dass ich nun selbst ein kleinen wenig in ihn verliebt bin. Er ist ebenfalls sehr eigenwillig und auch ein wenig stur, was die beiden Charaktere nur noch mehr miteinander verbindet. Er hat eine ganz besondere Aufgabe innerhalb dieses Buches und um die wird es dann auch eine ganze Zeit lang gehen ;)

Die Liebesgeschichte, die in diesem Buch ebenfalls sehr präsent ist, ist diesmal auch ganz anders. Besonders gut gefallen hat mir hier, dass es nicht so schnell ging, dass man sich denkt: wie kann man denn jetzt schon etwas für die andere Person empfinden? - Es war eher so, dass man es nachempfinden konnte und sie, trotz der Fantasyelemente, sehr realistisch wirkt. Gerade wenn man dann all die Umstände bedenkt, die noch hinzu kommen ergibt es auch hier ein großes Ganzes und das hat mir wahnsinnig gut gefallen!

Die Nebencharaktere sind ein ganz besonderes Highlight für mich, denn es gibt nicht nur besonders viele, sondern auch besonders ausdrucksstarke und ausgefallene. Gerade Loki hat mir gefallen und auch seine Frau war sehr interessant und eigen. Hel und Nidhögg, sowie Garm sind mir wahnsinnig schnell sympathisch geworden, obwohl gerade diese Charaktere erstmal alles andere als freundlich wirkten. Mir ist oft aufgefallen, dass ich schnell Sympathie für die unsympathischen Charaktere empfunden habe, was sich letztendlich auch als klug herausgestellt hat!

Außer diesen gibt es natürlich noch viele mehr, wovon gerade die Nornen ein Rätsel sind und für mich persönlich ein Highlight der Geschichte darstellen. Odin und Sleipnir sind einem von Anfang bis Ende unsympathisch und bilden dennoch einen sehr wichtigen Teil der Geschichte. Insgesamt gibt es viele Charaktere, die geradezu Unheil bringend sind und trotzdem da sein müssen.

Die Story ist einfach toll, das kann man nicht anders sagen. Wieder einmal hat die Autorin etwas grandioses geschaffen und obwohl das Buch so dick ist muss ich sagen, dass man die Seitenzahl nicht merkt, wenn man liest, vor allem dann nicht, wenn man sich erstmal in Asgard befindet. Mehr dazu erfahrt ihr allerdings erst in dem Buch, denn kurz vor Ende erwartet euch ein Schockmoment, der vielleicht sogar für etwas Besseres sorgt ;)




Ich möchte euch zu diesem Buch wirklich nicht zu viel verraten, sonst nehme ich euch einiges vorweg, bei dem es sich definitiv lohnt, es selbst herauszufinden. Die Elemente der nordischen Mythologie habe ich völlig unbewusst aufgenommen, denn erst nach dem Lesen ist mir klar geworden, dass einiges aus der Geschichte auch dort zu finden ist. Die Autorin hat diese Elemente so miteinander verbunden, dass sie ein großes Ganzes ergeben und man geradezu in der Geschichte versinkt. Doch es geht hier um so viel mehr, wenn man sich nur die Hauptprotagonisten Emma und Wulf ansieht, die ich lieben gelernt habe, obwohl es mir anfangs nicht ganz leicht fiel, in die Geschichte zu finden. Es hat Spaß gemacht dieses Buch zu lesen, denn die Vielschichtigkeit und Besonderheit der Charaktere ist deutlich zu erkennen und es lohnt sich, sie alle kennenzulernen. Der Weg zur Bestimmung von Emma und Wulf hat mir besonders gut gefallen und gerade das Ende lässt den Leser mit einem Schock und einer Überraschung zurück. Die Liebesgeschichte der Neben- und auch der Hauptcharaktere ist einfach nur magisch und hat mir neben der Story eine wundervolle Lesezeit beschert. Dementsprechend kann ich nur 4,5 Federn vergeben, denn für mich war dieses Buch wieder typisch Asuka Lionera!
An dieser Stelle danke ich der Autorin und dem Drachenmond-Verlag für das *Vorab-Exemplar :)

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